Was hat mentales Training mit der Sexualität zu tun.

 

Für meine Diplomarbeit im Jahr 2018/19 zum diplomierten Mentaltrainer habe ich mir ein äußerst sensibles und spannendes Thema ausgewählt, "Die Sexualität im Alter".

Dieses Thema bewegt uns ALLE, unabhängig welche Neigungen wir bei unserem Liebesleben haben, sowie unabhängig in welchem Lebensalter oder Lebensphase wir uns befinden. Unser Liebesleben verändert sich ständig und dieser Veränderungsprozessen müssen wir gewachsen sein, vor allem dann, wenn wir eine gesunde Sexualität bis ins hohe Alter leben wollen.

Für einige Coaches oder Berater in meiner Branche ist das Thema „Sexualität“ ein Tabu-Thema. Für mich ist es nicht nachvollziehbar, warum wir in der heutigen Zeit nicht offen darüber sprechen können.

Läuft es in der Sexualität nicht rund, dann ergeben sich häufig in den unterschiedlichsten Lebenssituation Spannungen. Spannungen, die langfristig zu einem ernstzunehmenden Problem werden, die dann irgendwann vielleicht auch zu einem Trennungsgrund werde.

Liebe Leserinnen, lieber Leser, ich möchte ausschließlich betonen; - Ich bin kein Sexualtherapeut und ich sehe dieses Kapitel rein aus der Sichtweise eines Mentaltrainers!

Meine Grundüberzeugung ist, das mentales Training Lebensfreude bedeutet. Es stärkt den Selbstwert und beinhaltet effiziente Werkzeuge in Zeiten, wo es einmal nicht so rund läuft, und daher ist für mich mentales Training eines der wichtigsten Bestandteile für unser Liebesleben.

Menschen, die im „Alter“ sexuell aktiv sind, fühlen sich lebendiger und sind in der Regel gesünder und widerstandsfähiger. Ein gesundes Liebesleben fördert die Abwehrkraft, also unser Immunsystem. Laut internationaler Studien, schleicht bei 80 Prozent aller Beziehungen das Liebesleben langsam davon. Sex soll entspannen, erzeugt aber in Wahrheit bei vielen noch mehr Stress.

Wenn wir in die Tiefe des Problems gehen, sieht man, dass die eigentlichen Ursachen überaus im mentalen Bereich liegen, siehe im Anschluss. Wenn Sie es wollen, kann man oftmals mit einfachen Mitteln dagegen steuern. 

Warum kommt es oft zu diesen Kamalitäten?

 

Wie bereits erwähnt, der Ursprung liegt meist im mentalen Bereich;

Selbstliebe: In vielen Fällen ist es so, dass Menschen Selbstwertprobleme und dadurch mangelnde Selbstliebe haben. Da drängt sich die Frage auf; -Wie können wir einen anderen Menschen lieben, wenn man sich selbst nicht lieben und schätzen kann? Das kann langfristig nicht funktioniert liebe Leserin und Leser. Sie brauchen ein gesundes Maß von Selbstliebe und Selbstwert!

 

Überforderung: Sie kennen es sicher, Sie fühlen sich abgeschlagen, energielos und antriebslos. Wir müssen Haushalt, Arbeit, Familie, sowie sein eigenes Wohlbefinden managen und das überfordert viele. Massive Überforderung macht Menschen krank und depressiv. Wissen tun wir es alle, 80% der betroffenen glauben von allein wieder alles in den Griff zu bekommen. Dieser Glaube entpuppt sich meist als schwerwiegender Fehler! 

 

Gesundheit: Ursachen und Gründe gibt es eine Menge warum Menschen gesundheitliche Probleme bekommen. Ernstzunehmende Krankheiten hinterlassen oft unschöne Spuren und haben erhebliche Nebenwirkungen und sehr oft hat es dann unangenehme Auswirkungen auf das Liebesleben. Eine schwere Krankheit bedeutet nicht das AUS für unser Sexualleben! 

 

Konflikte / Streit: Differenzen gehören zu einer Beziehung dazu und können auch positive Anreize haben für ein Paar. Aber wenn der Alltag nur mehr aus Streitgesprächen besteht, dann verschwindet die Lust und die Leidenschaft, sowie verschwindet die Harmonie und das Verständnis in einer Beziehung. Aus Liebe wird oft Hass - Schade eigentlich, denn ich finde ein Leben mit Liebe viel angenehmer und schöner. Finden Sie nicht?

 

LOSLASSEN- Nicht aufgearbeitete Themen: Verschiedene und äußerst unangenehme Erfahrungen (z.B. Missbrauch, Nötigung, usw..) erleben leider so manche Menschen. Aber auch Verluste und Trauer sind Themen, wo sich Menschen schwertun, loszulassen. In deren weiterem Leben ziehen diese Problem-Themen wie ein roter Faden weiter und sind ständige Blockarden für ein glückliches Leben und das erreichen der Ziele.  Diese „Alt-Lasten“ müssen unbedingt gelöst werden.

 

Mangelnde Kommunikation: Für mich ist dieses Kapitel das wichtigste überhaupt, denn Sie werden bei meinen Beratungsgesprächen sehen wie wichtig Kommunikation für uns alle ist.

Wer von Ihnen kann mit ruhigen Gewissen behaupten, die sexuellen Gefühle und Bedürfnisse seines Partners zu kennen? Wie weit sind Sie bereit richtig zuzuhören und die Themen, die Ihr Gegenüber/Partner beschäftigen auch anzunehmen und entsprechend zu besprechen?

 

Das Phänomen bei uns Menschen ist oft so, dass wir uns viel lieber mit Problemen von anderen Paaren auseinandersetzen als sich mit den eigenen Ursachen zu beschäftigen. Probleme von anderen sind ideale Ablenkmanöver.  "Kehren wir lieber vor der eigenen Haustür!" 

Also was TUN, um ein erfüllendes Liebesleben zu haben

 

Vieles haben wir schon angesprochen, warum es nicht funktioniert. Wenn wir an diesen Punkten intensiv und ernsthaft arbeiten, dann stehen die Chancen gut für ein glückliches, harmonisches, aber vor allem ein wertschätzendes Liebesleben.

Zusammengefasst sind es folgende Punkte;

 

  • Loslassen: Wenn Sie Ihre allgemeinen „Altlasten“ bereinigen und die Energiekiller erkennen, dann haben Sie bereits einen kleinen Meilenstein für eine bessere Liebesleben gelegt. Das Loslassen ist ein Bestandteil im mentalen Training! Loslassen lernen, das erfordert Disziplin und Geduld. - Loslassen gelingt uns in manchen Situationen gar nicht so gut. Besonders in Lebenssituationen, die uns wichtig sind, die uns fordern und auch unangenehm sind.

 

  • Ausgleich: Jede Form eines Ausgleichs, Sport, Kultur, Natur dgl. – Sich körperlich und geistig fit halten.

 

  • Kommunikation und Zuhören:  aktives Zuhören und ein respektvoller Dialog untereinander. Die Bedürfnisse und die Gefühle des anderen zu respektieren und die Grenzen klar aussprechen. Dabei ist eine ordentliche Gesprächskultur unbedingt einzuhalten.

 

  • Werte: Was nützt die Kommunikation, wenn die eigenen Werte nicht bewusst sind. D.h., wir müssen uns damit beschäftigen was Ich selbst will und dann auch was Ich mit meinem Partner möchte. Und jetzt sind wir wieder bei der Kommunikation. Wenn eine wertschätzende Gesprächskultur gelebt wird, dann gewinnen wir Vertrauen, Akzeptanz und Harmonie.

 

  • Experimentieren:  Haben Sie Spaß und versuchen Sie nicht immer in der Komfortzone zu bleiben, sondern sind Sie offen für Neues und besprechen Sie das Neu erlebte in einer angenehmen Atmosphäre. Und schon wieder sind wir beim Thema Kommunikation!!

 

Sie sehen jetzt, all diese Module sind erfolgsversprechende Elemente vom Mentaltraining! Also Beschäftigen Sie sich mit mentalem Training und Sie werden sehen, wie rasch ein negatives Gefühl zu einem GUTEN wird.

 

Zum Abschluss habe ich noch eine kleine Übung zum Nachdenken vorbereitet;

 

Kennen Sie das; - Sie setzen sich Ziele und Sie haben dabei Probleme bei der Umsetzung und schieben Ihr Ziel immer wieder vor sich hin. Das Abgewöhnen des Rauchens, oder das Abnehmen unserer Kilos sind Klassiker dafür. So auch Themen, die vielleicht nicht so populär sind, wie z.B. unsere Sexualität.

Durch die folgende Übung machen Sie sich bewusst, wie lange Sie noch Zeit dazu haben für die Umsetzung Ihrer Wünsche und Ziele. Die Zeit ist ein kostbares Gut und es macht keinen Sinn Ziele immer wieder vorzuschieben.

Die Übung nennt sich die Maßbandübung;

  1. Nehmen Sie ein 1-Meter langes Maßband oder eine 1 Meter lange Schnur                                                                                  

  2. Überlegen Sie sich Ihr Wunschalter (z.B. 77 Jahre) und schneiden Sie jetzt bei der Wunschzahl die Schnur oder das Maßband ab. Das Stück der Differenz zwischen 77 und 100 werfen Sie bitte weg.                                         

  3. Jetzt haben Sie das Maßband auf Ihr Wunschalter zugeschnitten. Anschließend trennen Sie das Maßband bei Ihrem tatsächlichen Lebensalter ab. Jetzt haben Sie zwei ungleiche längen vor sich liegen.                                  

  4. Ein Stück von 0 bis zu Ihrem tatsächlichen Lebensjahr, dass ist die gelebte Zeit und das andere Stück von Maßband ist noch die Zeit, die Ihnen bleibt zu Ihrem Wunschalter. Das ist auch die Zeit die Ihnen bleibt, Ihre Wünsche und Ziele umzusetzen. Werden Sie sich dieser Zeitspanne bewusst! Berücksichtigen Sie auch diverse Lebenssituationen oder Umstände dabei!

Übrigens, diese Übung ist auch sehr schön für andere Lebenssituationen geeignet! Gehen Sie ins TUN über, es lohnt sich jetzt damit anzufangen.

 

Falls Sie Interesse an eine Beratung haben, dann vereinbaren Sie einen Termin!

Vielen Dank